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seit 1908

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Der 12. Mai 1908 war der Tag, an dem die Geschichte der Tischlerei Geyer offiziell begann. Der Ursprung der Ilmenauer „Geyerei“ reicht jedoch weiter zurück. Die Wurzeln finden sich bei dem Tischlermeister Johann Christoph Friedrich Fleischhack, der während des 19.Jahrhunderts ein eigenes Unternehmen in Ilmenau betrieb. Tischlermeister Fleischhack nahm den 1841 in Waldau bei Schleusingen geborenen Hermann Geyer als Gesellen in seine Tischlerei auf. Hermann Geyer wendete sich jedoch nicht nur dem Holz zu, sondern auch Rosalie Friederike Franziska Louise, der zweiten Tochter des Tischlermeisters Fleischhack. Nachdem er den Staatsbürgerschein für den Ort Ilmenau erhalten hatte, heiratete er am 18. März 1867 die Tochter seines Meisters und meldete ein eigenes Gewerbe als Tischler an. Louise und Hermann Geyer hatten 8 Kinder.


Familie Hermann Geyer 1998

Die Söhne Adolf, Albert und Alfred erlernten wie ihr Vater das Tischlerhandwerk. Als Hermann Geyer am 12. Februar 1902 mit 61 Jahren starb, war sein jüngster Sohn Alfred gerade 21 Jahre alt. Er beendete seine Lehre bei seinen älteren Brüdern und seiner Mutter und ging in den folgenden Jahren auf Wanderschaft nach Orlamünde und Berlin Charlottenburg. Am 31. August 1907 starb seine Mutter Louise. Die Aufteilung des Erbes machte Alfred nicht reich. Seine Schwester Minna, verheiratet mit dem Bäcker Karl Pässold, nahm Alfred auf. Im Kuhstall hinter der Bäckerei Pässold in der Poststrasse 17 begann Alfred als selbständiger Tischler mit der Reparatur von Möbeln. 1908 kaufte er das väterliche Grundstück in der Marktstrasse 18 und meldete am 12. Mai 1908 den selbständigen Gewerbebetrieb der Bau- und Möbeltischlerei Geyer an. Bei der Hochzeit seines Bruders Karl Geyer in Pommern verliebte sich Alfred in die Schwester der Braut und heiratete sie, Margarete Pauline Pasewaldt, kurze Zeit später im April 1909. Seine Gattin brachte ein Vermögen in die Ehe ein. Von diesem wurde anlässlich einer Holzauktion ein kompletter Holzeinschlag erworben, der die Grundlage für den Erfolg der Tischlerei Geyer bildete.

Alfred und Margarete Geyer Bildergalerie

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Alfred und Margarete Geyer’s einziger Sohn Alfred Martin Geyer wurde am 3.April 1911 geboren. Er absolvierte seine Tischlerlehre im väterlichen Betrieb, besuchte Zeichenschulen, erwarb 1936 seinen Meistertitel als Tischler und 1939 den Titel „Innenraumgestalter“. Am 19. Oktober 1946 heiratete er Gertrud Helene Schwabe. 1947 wurden seine Tochter Christine Margarethe Barbara, 1953 sein Sohn Walter Alfred Martin und 1959 Andreas Johannes geboren. Martin Geyer übernahm 1956 selbständig den väterlichen Betrieb. Seine Wirkungszeit war durch Materialmangel und sogenannter „Volkskontrolle“ geprägt. Arbeiteten in den 20er Jahren noch cirka 30 Mitarbeiter in der Tischlerei, pegelte sich die Zahl nun auf etwa 10 Tischler ein.

Martin und Helene Geyer Bildergalerie

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Auch Martins Söhne Andreas und Walter erlernten neben der Musik das Tischlerhandwerk. Mit zwei Generationen namenstechnisch „beladen“ suchte sich Walter Alfred Martin Geyer zunächst eine passende „Geyerin“ im Suhlischen. Er heiratete Doris Ingrid Elli Albrecht am 6.10.1972. Wie bereits bei Martin und Helene Geyer erblickte zuerst Tochter Jenny (1973), dicht gefolgt von Alexander (1974) und später Joseph (1979) das Licht der Welt. Als Martin Geyer 1978 plötzlich verstarb, trat Walter Geyer das geschäftliche Erbe an. 1979 übernahm er die Firma und damit viel Geschichte und einen Haufen Arbeit. Mit der „Durchwursteltaktik“ überlebte die Tischlerei als Familienbetrieb das Volkseigentumsdrängen der DDR. Nach dem Ende des DDR-Regimes wurde frühzeitig modernisiert und erweitert. Durch viel harte Arbeit ist es gelungen, die 100 jährige Firmengeschichte als Erfolgsgeschichte fortzuschreiben.

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Walter und Doris Bildergalerie

 

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Am 1.Januar 2011 vollzog sich in der Tischlerei Geyer eine grundlegende Veränderung in der Unternehmensführung. Der Inhaber Walter Geyer übergab das traditionsreiche Familienunternehmen an die langjährigen Mitarbeiter Andreas Geyer, Dirk Schiele, Sven Schilling und Andreas Mey. Von nun an trägt die Firma den Namen „Tischlerei Geyer UG (haftungsbeschränkt) & Co. KG“. Ausser dem Namen gab es kaum Veränderungen und wie schon seit über 100 Jahren werden in der Tischlerei erstklassige Möbel gebaut, die den individuellen Wünschen der Kundschaft gerecht werden können.

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TischlerUG